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Selektiver IgA-Mangel

selektiverigamangelEinige Patienten sind nicht in der Lage, Antikörper der Klasse IgA zu produzieren. Obwohl somit keine oder nur sehr wenige Antikörper der Klasse IgA vorhanden sind, zeigen die meisten Patienten keine Krankheitssymptome.

Bei einigen Patienten kann diese Erkrankung allerdings zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen insbesondere der Atemwege führen. Der Magen-Darm-Trakt kann ebenfalls betroffen sein, was sich durch Durchfälle und Verdauungsprobleme bemerkbar machen kann. Ebenso leiden einige Patienten unter Autoimmunerkrankungen, die die Gelenke, die Schilddrüse, den Darm oder die Haut betreffen können. Eine Zerstörung der sogenannten Inselzellen in der Bauspeicheldrüse, die Insulin produzieren, kann zum Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) führen.

Bei einer Gruppe von Patienten mit IgA-Mangel besteht zusätzlich ein Mangel einer Untergruppe (Subklasse) an bestimmten Antikörpern der Klasse IgG. In diesen Fällen kann die Anfälligkeit für Infektionen erhöht sein. Hier kann auch die Gabe von Immunglobulinen hilfreich sein.

Weitere Informationen unter:

Immundefektzentrum der Charité (ICC), Berlin: http://www.immundefekt.de/linfo_iga.shtml